Im Gespräch mit... IGEL - Teil 2: Die Zukunft der Thin Clients

Die Entwicklungen auf dem IT-Markt stehen keine Sekunde still. Die Hersteller reagieren darauf und entwickeln immer wieder intelligente Lösungen für ihre Kunden. Gemeinsam mit Leo Bolkenbaas von ICT Specialist und Guido Jakobs von IGEL Technology nehmen wir die Marke IGEL unter die Lupe. Wie steht IGEL zu den wichtigen Themen? Und was sind wichtige Marktveränderungen? In Teil 2: Die Zukunft der Thin Clients.

Im Gespräch mit... IGEL - Teil 2: Die Zukunft der Thin Clients

Erinnern Sie sich noch? An die Zeiten der Lochkarten und XT-Computer? Wir wollen jetzt nicht sagen "gute alte Zeit", aber es gibt auf jeden Fall lehrreiche Momente aus diesen Tagen. Guido und Leo brechen in Gelächter aus, wenn sie an diese Zeit zurückdenken, denn als IT-Manager und Programmierer musste man sich damals mit ganz anderen Dingen beschäftigen als heute. Leo erinnert sich zum Beispiel an einen Kollegen, der eine neue 650-MB-Festplatte brauchte, die um ein Vielfaches teurer war als eine 2-GB-Festplatte heutzutage. "Können Sie sich das vorstellen? Damals musste man ganz andere Entscheidungen treffen."

Guido nickt. "Der Platz war begrenzt. Man hat alles Zeile für Zeile eingegeben und musste sich seine Entscheidungen gut überlegen. Anders als heute, denn wenn jetzt kein Platz mehr ist, kommen blitzschnell 80 GB Daten dazu. Aber ob das gut ist..."

Aus der Vergangenheit lernen

Die Art und Weise, wie wir unsere Entscheidungen treffen, hat alles mit Nachhaltigkeit zu tun. "Weniger Speicherplatz bedeutet weniger Energieverbrauch", erklärt Leo. Jedes Byte, das man über eine Leitung schicken muss, kostet Energie. Dessen sollte man sich besonders bewusst sein. Ein "Golden Image" von Windows war früher etwa 2 GB groß, heute sind es schon 11 GB. Die Programmierer von früher mussten wirklich über jeden ihrer Schritte nachdenken. Und außerdem: Man braucht nicht immer unendlich viel Speicherplatz, um seine Arbeit zu erledigen. Nehmen Sie Ihr Handy, das ist auch ein Thin Client und in den meisten Fällen können Sie Ihr Handy auch an Ihren Fernseher oder Monitor anschließen und sich in Ihre Umgebung einloggen. Und die meisten Handys haben auch 'nur' 4 GB Arbeitsspeicher, was einem Thin Client mit Linux-Software entspricht."

Guido erklärt, dass IGEL Technology mit der neuesten Version 12/COSMOS auf dieses Problem mit einem modularen Ansatz reagiert. "Sie haben ein Betriebssystem und installieren nur die Anwendungen, die Sie benötigen. Ein bisschen wie bei einem Handy. Das spart eine Menge Daten und Energie und passt daher sehr gut zum Thema Nachhaltigkeit."

Golden Image?

Letztlich geht es darum, Entscheidungen zu treffen. Leo: "Was brauchen Sie wirklich? Brauchen Sie wirklich 8 oder 16 Gigabyte Speicher? Brauchen Sie einen i7-Prozessor? Seien Sie sich darüber im Klaren, was Sie brauchen, und dass man viele Dinge auch anders machen kann." Leo gibt das Beispiel, dass einige Kunden immer noch daran gewöhnt sind, mit Windows 7 ein Goldenes Image zu erstellen und dass dies mit dem neuen Windows nicht mehr möglich ist, weil es zu viel Bandbreite kostet. "Das sollte man aber gar nicht wollen, denn mit der neuen Version kann man seine Umgebung einfach durch Pakete oder Apps ergänzen oder verändern. Und so ein Goldenes Image darauf zu pushen, kostet eine Menge Energie."
Guido stimmt dem zu. "Überlegen Sie sich das gut im Voraus. Denn man braucht wirklich nicht immer die größten Spezifikationen, solange man sie richtig anordnet. Auf diese Weise vereinfachen Sie Ihre Systeme, strukturieren sie und machen sie überschaubarer. Dann sind Sie als IT-Verantwortlicher zufrieden, aber das Unternehmen hat alles im Griff UND spart Kosten."

"Gemeinschaftskabinen"

Und was ist mit klassischer Hardware? Früher war es so, dass jede Art von Hardware eine eigene "Kabine" hatte. "Das ist nicht mehr der Fall", beginnt Guido zu erklären. "Die Grenzen der Hardware haben sich verwischt. Der Thin Client war früher ein einfacher Kasten mit geringen Spezifikationen. Man hat den PC-Monitor benutzt, um seinen PC anzuschließen. Ein TV-Bildschirm war nur zum Fernsehen da. Aber jetzt kann man auch den Bildschirm seines Handys auf den Monitor streamen und ähnliches. Das Konzept der Hardware ist also gleich geblieben, aber die Art und Weise, wie sie eingesetzt wird, hat sich erweitert.

Ersetzt der PC den Thin Client?

Verschiebt sich also der PC mehr in Richtung Thin Client oder umgekehrt? "Beide bewegen sich aufeinander zu, aber sie sind immer noch eigenständige Produkte. Beide haben sich weiterentwickelt. Aber man kann Thin Clients nicht durch PCs ersetzen. Der Thin Client ist viel solider als ein PC. Er ist viel robuster (und hält länger), geschäftsorientiert und sicher. Eigentlich kann man die neuen Thin Clients - auch Endpoints genannt - als den Business-PC sehen", so Guido.

Zukunft vs. Nachhaltigkeit

Neben der Hardware bewegt sich auch die Software aufeinander zu, sagt Guido. "Software ist längst nicht mehr nur etwas für die große oder kleine Hardware. Auch hier sieht man die Verschmelzung. Zum Beispiel sind immer mehr Anwendungen webbasiert (oder als Progressive Web App). Das erfordert oft viel weniger Geräteleistung und damit weniger Energie. Und all dies zusammen, also das Nachdenken über die Art und Weise, wie Sie Daten und Speicher und Ihre Geräte nutzen - kaufen Sie neu, refurbished oder leasen Sie? - können Sie als Unternehmen Schritte in Richtung Nachhaltigkeit unternehmen. Dabei ist IGEL nachhaltig, weil es auch auf älterer Hardware eingesetzt werden kann. Ein Laptop zum Beispiel hält dann drei Jahre länger.”


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